Ach, wir haben lang nichts mehr in ähnlicher Form von uns hören lassen. In unserer dunklen Erinnerung gab es Ende 2001 einen letzten Rundbrief von uns, Zeit wird’s also für ein paar längere Ausführungen über die Zustände im Hause Lindner. Zeit wird’s, den Leidensweg von Lindner junior der geneigten Bekannt-, Freund- und Verwandtschaft kundzutun (möge der eine oder der andere auch schon manches Detail wissen).
Es war einmal ... ein markerschütternder Schrei. Nein, nicht ein gewöhnlicher Schrei, denn das hätte nichts zu bedeuten und wäre es nicht wert aufgeschrieben zu werden und wir wären alle glücklich (sind wir aber trotzdem) und die Geschichte wäre zu Ende bevor sie richtig begonnen hätte. Es war ein Schrei der Sorte, die jedem kinderliebenden Elter tief in die Seele fuhr. Die Alarmglocken schrillen in höchsten Tönen. Panik, Hektik, Ratlosigkeit, Verzweiflung ... Lindner junior – was hat er nur ??
Lindner junior ? Wer ist Lindner junior ? Lindner junior sind Lindner junior der Ältere und Lindner junior der Jüngere. Erstgenannter hört (manchmal) auf den Namen Sebastian, manchmal träumt er auch und hört dann niemanden rufen, obgleich er stets der erste ist, der von ganz weit weg ein Flugzeug hört. Der Jüngere hört (tatsächlich, wenn er will) auf den Namen Bernhard.
Auch wenn wir vom Jahre 2002 nichts geschrieben haben, wollen wir uns damit begnügen nur von dem abgelaufenen und dem laufenden Jahre zu berichten. Denn einerseits ist das vergangene Jahr das was es ist – vergangen; andererseits: wo Leiden sind, hören sie nimmer auf – sie werden nur anders.
Die letzten Tage des vorangangenen Jahres (2002) erforderten von Lindner junior dem Älteren viel Vorstellungsvermögen. Mamas Bauch wurde immer größer. Die vielen Babybilder in allen möglichen herumliegenden Zeitschriften werden zielgerichtet mit „Baby“ bezeichnet. Mamas Bauch ebenso. Doch wie ist da der Zusammenhang? Das soll also ein Kindskopf von 18 Monaten verstehen ?
Vor allem: warum muss ich jetzt so oft alleine laufen, kann mich Mama denn nicht mal hochnehmen und tragen, so wie immer. Was ist schwer? Was ist zu schwer? Es ist so schwer zu verstehen! Nur gut, dass ich öfters beim Opa bin, da geht es in den Keller, Schrauben und Ringschlüssel sortieren. Gelegentlich schlafe ich dort in einem ganz weißen Gitterbettchen. Ist ja schön und gut – wenn die nur nicht andauernd weggehen würden, sobald ich eingeschlafen bin. Die versuchen es doch immer wieder. Manchmal merke ich das noch, aber da sage ich mal so richtig, Ihr wisst schon wie. Und dann kam der denkwürdige Tag, wo Mama und Papa nicht nur weggegangen sind, sondern auch noch nicht wiedergekommen sind. Saubande elende. Treiben sich irgendwo rum und ich kann zusehen, wer mich tröstet. Und dann muss ich noch eine ganze Nacht in einem fremden Bett verbringen. Naja, zwar nicht ganz fremd, aber Mama und Papa sind nicht da und das kann einfach nichts Gutes bedeuten.
Papa kam wieder, aber allein. Und er ging auch schnell wieder. Irgendwas muss da passiert sein.
Tatsächlich – Lindner junior der Jüngere tritt in Erscheinung. Und das mit einem Schrei der Sorte ... (siehe oben).
Der 6. Januar zeigte uns, wie weit der Fortschritt der Technik gediehen ist. Die Wettervorhersage ist da etwas genauer. Zwei Ärzte, gut ausgebildet, erfahren, ausgestattet mit dem letzten Schrei (mal nicht den von Babys) der Technik, insbesondere mit hochqualifizierten Computern orakeln uns voraus, dass der Junge 3,5 kg. bzw. 3,6 kg wiegen wird. Naja gewisse Abweichungen liegen in der Toleranz. Als ich Bernhard aber auf die Waage legte, drehte selbige fast durch und überschlug sich – bei 4,5 kg kam sie zum stehen. Wow – ein Riesenbaby (und keiner hat was davon gemerkt). Es war 5 vor 12 Uhr, als sich Bernhard bei seiner Mama vorgestellt hatte, ein Omen?? Wer weiß – auf jeden Fall begann nun auch der Leidensweg von Lindner junior dem Jüngeren ;-)
Die Tage nach der Geburt von Bernhard brachten für Sebastian fast wieder den (Seelen-)Zustand wie vorher. Mama und Papa waren wieder erreichbar (Mama zwar nur besuchsweise), aber immerhin. Das bisschen Gewürm daneben (ein echtes Baby übrigens) störte da nicht so sehr.
Hauptsache ist ja, dass ich meine Mama und den Papa wieder habe.
Ich – Sebastian, oder wie ich zu sagen pflegte: Bass’(j)an. Ist ja auch ein schweres Wort. Wenigstens habe ich durch „Bamme(r)“ (=Bernhard) begriffen, dass Sebastian nicht Kind bedeutet, sondern dass ich das bin und „Bamme(r)“ das kleine Würmchen da bei Mama. Das es ausgerechnet neue Windelpakete waren, vermittels derer ich das meinem Papa begreiflich machte, Zufall (oder schon wieder ein Omen). Habe einfach so auf die Pakete gezeigt, „du“ gesagt „Bass’(j)an – Bamme’ – Bass’an – Bamme’“. Und anschließend haben wir Mama und Bamme’ aufgeladen und sind nach Hause.
Wieder zu Hause galt es nun, uns zu viert einzurichten. Auch wenn es „nur“ anderthalb Jahre her waren, so mussten wir Eltern uns wieder auf Baby eichen. Im Nachhinein gesehen müssen wir da weniger Probleme gehabt haben als Lindner junior der Ältere.
Es ist zum ausrasten. Kapieren die alten nicht, dass ich da noch da bin. Würmchen hin oder her – ich habe Hunger, habe Durst und vor allem will ich getragen werden und, und, und ... zwar sofort. Ist echt süß der kleine, kann man richtig streicheln.
Im Februar hatte Sebastian eine kleine Erkältung und schwups hatte diese auch der kleine. Diese freundschaftliche Geste haben wir beibehalten, was uns gerade in der Vorweihnachtszeit einen etwas getrübten Advent bescherte.
Ende Februar hatte Sebastian seine Lage erkannt und handelte kurzentschlossen. Sein Milchkonsum vervierfachte sich. Vormals waren es die üblichen 200-250ml (Tassen bzw. Flaschenmaß), jetzt waren es öfters ein dreiviertel, manchmal fast ein ganzer Liter. Unschwer zu erkennen: es ist eine Form der Eifersucht. Überhaupt richteten sich seine Aktionen nie gegen seinen jüngeren Bruder, sondern es war ein verstärktes Buhlen um die Aufmerksamkeit der Eltern. Erstaunlich war, dass diese Phase Ende März endete und Sebastian nunmehr keine Milch mehr trinken wollte.
Sebastian hatte nach dieser Phase einen deutlichen Entwicklungsschub, der sich vor allem im erweiterten aktiven Wortschatz, in den ersten Zweiwortsätzen und dann im Mai den ersten Dreiwortsätzen zeigte. „Bass’jan kalte Füße“ und „Bass’jan kurze Haare“. Überhaupt kamen verstärkt Adjektive in den aktiven Wortschatz und auch die ersten Verben. Im Sommer hatte er dann die Zahlen am Wickel - befördert durch den Opa, der beim Treppesteigen immer die Stufen zählte. So konnte Sebastian mit anfangs zwei stabilen Stolperstellen im Bereich 2-3 und 5-7 recht bald bis etwa 16 durchzählen. Abends beim Nasebohren und Ohrenputzen mit Wattestäbchen wurden diese dann gezählt.
Den kindlichen Erfindungsreichtum erkennt man auch in eigenen Sprachschöpfungen. „Bassjan pullern satt“ – unschwer zu erkennen, was er ausdrücken wollte und womit er sich beholfen hat. Das nächste Beispiel zeigt, dass man mit zweieinhalb Jahren knallhart logisch denken kann: „Kerze auszünden“. Im ersten Moment klingt es einfach nur köstlich, im zweiten Moment erkennt man die enorme geistige Leistungsfähigkeit.
Inzwischen sind wir soweit, dass wir uns darauf verlassen können, dass Sebastian uns erinnert, wenn ein Knopf nicht zu ist, wenn eine Lampe kaputt ist, wenn wir die dunkle Brille nicht aufhaben, dass das Radio nicht an ist, dass kein Windrad steht (nicht etwa: dass alle Windräder sich drehen!), dass wir die Schuhe ausziehen müssen und Schuhe abtreten – es muß alles seine Ordnung haben.
Zu Weihnachten 2002 hatte Sebastian ein fünfteiliges Puzzle erhalten, im März war es aber erst der richtige Zeitpunkt hierfür. Im April hatten Freunde von uns ihm ein fünfzehnteiliges geschenkt, was er sehr schnell selbstständig zusammensetzte (Geduld und Laune vorausgesetzt). Im Juni gab es das Würfelpuzzle mit 6 verschiedenen Märchenmotiven – dies war zwar eine Weile sehr schwierig, ist aber zum Jahresende keine Hürde mehr (Geduld und Laune vorausgesetzt).
Im Sommerurlaub waren wir in Lubmin am Greifswalder Bodden. Zum Glück war Ende August die Riesenhitze vorbei, denn die stundenlange Fahrt ist für die Kinder bei der Hitze regelrecht Folter. Die Hinweisschilder für Hydranten, Gas- und Wasseranschlüsse hatten es Sebastian angetan. Die Null und das Komma erfreuten ihn bei jedem der blauen und gelben Schildchen die an den Zäunen befestigt waren. Jetzt im Dezember sind es die Hausnummernschilder, wo er auch die Ziffern erkennt und meist richtig benennt. Allerdings „liest“ er die zweistelligen Zahlen von rechts: eine 12 ist „eine zwei und eine eins“.
Seit kurzem möchte er des öfteren an Papas Computer „Nullen und O machen“ – einfach auf die Tasten drücken und sehen, was passiert. Und recht schnell begreift so ein kleines Wesen, dass die Back-Taste Buchstaben wieder wegmacht und die Shift-Taste (die mit dem Einrasten) große (=andere) Buchstaben machen lässt. Dafür ist die Lust am Malen nicht mehr (!) sonderlich groß. Im Sommerurlaub konnte man ihn mit einem bedruckten Stück Papier (wir nehmen vom Opa Korrekturausdrucke für die Zeitschrift „Astronomie in der Schule“) hinsetzen und mit Vorliebe übermalte er die Worte, bis sie nicht mehr zu sehen waren.
In den letzen Augusttagen (unsere letzten Urlaubstage) ist Norman mit Sebastian vormittags in den Kindergarten zum Angewöhnen gegangen. Am 1. September musste er dann allein dort aushalten, erst bis vor dem Essen, dann nach dem Essen und später bis nach dem Schlafen. Erwartungsgemäß gab es frühs die Tränen, die aber nicht lange anhielten. Sebastian hatte den Tagesablauf verinnerlicht und wusste ziemlich genau was wann passierte. Er wußte, wenn beim Aufenthalt im Garten die Kinder die Spielsachen in den Schuppen bringen, dass dann alle Kinder zum Essen hochgehen, und dass seine Mama aber kommt und ihn mit nach Hause nimmt – erst zu dem Zeitpunkt wurde er unruhig. In der zweiten Woche, hatten wir ihm gesagt, dass er erst nach dem Essen abgeholt wird und er wurde auch erst nach dem Essen unruhig. Und der Übergang mit dem Schlafen im Kindergarten ging ebenso. Gerade im Kindergarten merken wir, wie sensibel die kindliche Seele ist. Und dabei hat er in seinem Kindergarten eine beneidenswerte Situation, dass er in einer altersgemischten Gruppe ist und dabei noch der jüngste. Dies bedeutete, er war das umsorgte Nesthäkchen. Im Januar, wenn zwei neue Kinder und ein neuer Betreuer kommen, wird es wieder einmal sehr schwer für ihn.
Insgesamt war Sebastian sehr ruhig im Kindergarten („wie die Deckchen“), erst zuhause ist er aus sich herausgegangen. Teilweise auf absurde Weise, denn er war in seine Trotzphase eingetreten. Zwar wollte er schnell nach Hause, dort aber nicht aus dem Kinderwagen aussteigen, nicht die Treppe hochgehen, sich nicht ausziehen lassen und anderes. Hin und wieder nachts aufwachend und jammernd. „Kann nicht“, „will nicht“, „mag nicht“ waren vor allem im Oktober / November seine meistgebrauchten Worte. Glücklicherweise schlich sich in der Adventszeit das „kann schon selber“ ein und wenn man nicht errät, dass er was selber machen will, dann gibt es trotzig-trauriges heulen. Manches konnten wir glücklicherweise ritualisieren und somit etwas Erleichterung für uns erreichen.
Per Zufall hatte wir zu Beginn seiner Trotzphase erkannt, dass sein Böckchen durch Kitzeln am Hals ausgetrieben werden kann. Dies hatte uns zumindest zeitweise geholfen. Manchmal haben wir zu Sebastian gesagt, er solle sich doch erst mal auf den Boden legen und Böckchen machen und wenn er damit fertig ist, könne er doch dies und jenes tun (was wir eigentlich wollten dass er es tut). Insgesamt bringt das Trotzen recht skurrile Erscheinungen hervor.
In den vier Monaten im Kindergarten seither hat sich sprachlich enorm viel getan. Neuerdings bringt er sehr viel Grammatik in die Sätze: Verwendung von Hilfsverben „muß jetzt essen“, viele komplette Sätze und Wendungen „Papa, was machst Du da?“ (jedoch oft verkürzt), die inzwischen richtige Verwendung von Du und Ich, Mein, Mich; die Verben enden meist noch unabhängig von Zeit und Person auf „t“.
Auch bringt er die ersten (teils für uns unbekannten) Lieder und Reimspiele mit und trägt sie wenigstens bruchstückhaft vor. Das Singen scheint ihm also Spaß zu machen. Jedoch ist es meist das Singen für sich allein, bislang noch nicht in der Gruppe oder mit uns gemeinsam.
Auch für das Klavierspiel scheint er eine Ader zu haben. Beim Besuch bei Opa sitzt er gelegentlich auf dessen Schoß und lässt sich von den selbst gespielten Tönen begeistern. Auch wenn Sebastian manchmal recht zappelig ist, scheint hier doch sein eher ruhiger Charakter durchzukommen.
Soweit erst mal zu Lindner junior dem Älteren.
Lindner Junior der jüngere ist in vielem so grundverschieden zu seinem großen Bruder. Schon rein äußerlich mit den braunen Augen (Sebastian hat Papas blaue Augen) oder die den ganz weichen und dünnen Haaren (Sebastian hat hier ganz derbe und dichte Haare). Aber auch im Charakter und den Fähigkeiten unterscheiden sich beide recht deutlich. Bernhard zeigt oft ein fröhliches Gesicht (Sebastian schaut eher ernst daher), hatte seine Augen fast von Anfang an offen, war in seiner körperlichen Entwicklung viel früher soweit und ist viel weniger zu durchschauen wie Sebastian.
Im Sommerurlaub war das Robben und Hochziehen dran, am 18. Oktober (sic!) das Laufen an zwei Fingern, Mitte November das Laufen an einem Finger und Anfang Dezember hatte Papa keine Lust mehr, die Finger hinzuhalten. Ein Schrei der Sorte „siehe oben“ brachte Lindner junior dem Jüngeren auch keine Abhilfe. Nach ein paar Tagen war’s dann ausgestanden und zu Weihnachten konnte er schon sicher laufen. Was nicht bedeutet, dass man beim Laufen auch hinsieht, wo man hinläuft. Es gibt nur Dinge, die einen magisch anziehen, und es gibt Dinge, die einfach nur im Wege rumstehen, -hängen, etc.
Die neueste Masche: per Kopfstand ins Bettchen und dabei jubeln.
Anfang Januar haben wir ein Doppelstockbett für die Kinder gekauft. Sebastian ist vorerst unten, Bernhard schläft daneben in Sebastians altem Bettchen. Für die Kinder eine Freude – besonders am Wochenende, wo der Mittagsschlaf eine sehr schwierige Angelegenheit ist. Nachts geht es doch ganz gut. Manchmal wacht Bernhard zwar auf und schreit (siehe oben), dass wir in unseren Betten stehen – Sebastian schläft derweil tief und fest. Wenn einer von uns sein Tuch gefunden hat, ist seine Welt wieder in Ordnung und die Nacht ist gerettet. Sein Windeltuch – ein Kapitel für sich.
Manchmal steht Bernhard in der Nacht auf und wandert im Stockfinstern durch die Wohnung zielsicher an Papas Bett (anfangs) bzw. Mamas Bett (neuerdings). Wenn es nicht gerade schon 6 Uhr ist, kann man ihn noch mal ins Bett verfrachten. Ist es jedoch früh am Morgen, kommt Lindner junior der jüngere mit Lindner junior dem Älteren im Schlepptau ins Schlafzimmer und dann ist die Nacht definitiv vorbei ;-(
Bernhards sprachliche Entwicklung steckt nun wirklich in den Kinderschuhen (mamama, papapa, dadada), doch hat er auch hier seine Besonderheiten.
Der kleine Rabe, der neben dem Wickelplatz hängt, hat’s ihm angetan: „krah-krah-krah“. Wenn draußen die Saatkrähen krächzen: „krah-krah-krah“ (genau wie sie es vormachen); wenn da ein anderes Vögelchen zu sehen ist: „krah-krah-krah“ (ist ja nicht so ganz verkehrt); als es geschneit hatte: „krah-krah-krah“ (Schneeflocken fliegen immerhin auch durch die Luft); als einmal nichts von alledem zu sehen war: „krah-krah-krah“ (er WOLLTE halt was Fliegendes sehen).
Die beiden Junioren scheinen sich auch mit wenigen Worten gut zu verstehen. Sebastian hatte am Esstisch aus Spaß mal schwunghaft den Kopf geschüttelt und „Nein. Nein. Nein“ gesagt, dann schaute er kurz mal zu Papa: „Doch“. Sebastian schaute nur kurz verdutzt, dann folgte wieder „Nein. Nein. Nein“. „Doch“ (das war aber diesmal Bernhard – auch wenn das „ch“ noch fehlte). „Nein. Nein.“ – „Do’“ - „Nein. Nein.“ – „Do’“ -„Nein. Nein.“ – „Do’“ ...
Stunden später hatten wir uns von den Lachkrämpfen endlich erholt.
Spaß haben die beiden auch, wenn sie Stühle und Getränkekästen durch die Küche schieben. Anfangs hatte Sebastian gezogen und Bernhard hatte sich drangehängt, jetzt schiebt Bernhard in einem beachtlichen Tempo alleine. Die Leute unter uns hatten 5 Kinder und haben daher viel Verständnis.
Und wir Eltern? Es ist ein ziemlich gleichmäßiger Alltag. Norman kommt oft erst gegen 20 Uhr von Arbeit, Montags und Donnerstags etwas eher, Mittwoch Vormittag ist „frei“. Beate geht Montags zum Chor, an manchen Dienstagen ist der Treff der „mittendrin“-Gruppe ihrer Gemeinde. Mittwochs war Norman zum Tanzsport in der Uni. Wenn es mal mit „Baby“sitten klappt, ist ein Freitag bei Volkstanz möglich. Jeden 2. Samstag muß Norman arbeiten. An einem der beiden WE-Tage ist dann das wöchentliche Großreinemachen angesagt. So bleibt nicht viel von der Woche übrig.
Bis zum Sommer war Norman mittwochs vormittags mit Sebastian in der Krabbelgruppe. Irgendwann kam Beate mit Bernhard dazu. Seit Sebastian im Kindergarten ist, ist Beate mit Bernhard allein dort. Mit einer zweiten Mutti aus der Gemeinde hat sie dort die organisatorischen Fäden in der Hand.
Und unsere Pläne für dieses Jahr?
Solch gravierende Ereignisse wie Hochzeit, Kinder kriegen und Umzug haben wir nun hinter uns, da ist nichts weiter zu erwarten. Beate plant ab Februar 2005 wieder auf Arbeit zu gehen. Bis dahin wird der Alltag (natürlich unterbrochen von diversen Urlaubsereignissen) so weitergehen wie momentan. Tanzen, Tausendfüßer suchen, Wandern, Zoobesuche und Spielen sind so die Orientierungen für den Freizeitbereich.
Soweit der Bericht, der schon seit September 03 auf die Vollendung harrte. Mal sehen, wann das nächste mal wieder was wird. Hin und wieder ein Bildchen auf der homepage, das geht schneller als ein 4-seitiger Rundbrief.
Wir grüßen Euch herzlichst,
Beate, Norman und die beiden Junioren